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Odin (südgerman. Wodan, altengl. Woden) ist der höchste und bedeutendste Gott der germanischen Mythologie und auch schon am frühesten belegt, nämlich um 650, in der Runeninschrift auf der Fibel von Nordendorf bei Augsburg. Odin hat viele Rollen, er ist Göttervater, Himmelsherrscher, Gott des Krieges und der Toten sowie Herr des Jenseitsortes Walhall, er ist aber auch Gott der Dichtung, der Runen und sogar der Magie. Im Gegensatz zu Thor sind von ihm zwar viele Namen bekannt – über 160 altnordische Namen für Odin sind belegt – aber nur wenige Mythengeschichten, die sich um ihn ranken. Der wichtigste Mythos ist zweifellos der sogenannte „Raub des Skaldenmets“, also der aus Speichel und Honig vergorenen Flüssigkeit, welche die Gabe der Dichtkunst verleiht. Ein Riese hatte den Skaldenmet in seine Gewalt gebracht und tief im Berg versteckt. Odin dringt in Gestalt einer Schlange durch ein Loch in den Berg ein, verführt die den Met bewachende Riesentochter und trinkt daraufhin den Met völlig aus, bevor er in Gestalt eines Adlers nach Asgard flieht und dort den Met wieder in bereitgestellte Gefäße spuckt.

Die wenigen erhaltenen Mythen um Odin beschäftigen sich allesamt mit der Verführung von Mädchen, diesen Zug hat Odin mit dem griechischen Göttervater Zeus gemeinsam. Wenn man einem relativ jungen Eddagedicht der Lieder-Edda trauen kann, dann war Odin nicht nur der Gott der Dichter, sondern auch des königlichen Gefolges, während Bauern und Knechte eher Thor verehrten.

Literaturnachweis

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